Deutsch-Indische (Wirtschafts-)Beziehungen

Die Online-Schülerzeitung des LMG in Anrath

Deutsch-Indische (Wirtschafts-)Beziehungen

Bei ihrer letzten Indien-Reise hat die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel noch einmal gezeigt, wie wichtig ihr die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Indien sind. Dabei betonte sie, dass besonders die Themen Klimaschutz, Digitalisierung und Bildung zentrale Punkte sein müssen, sowie die Zusammenarbeit bei Industrie 4.0 und Künstlicher Intelligenz (KI).

Klimaschutz

Besonders ist der Bundeskanzlerin der Klimaschutz wichtig. Indien hat nach aktuellen Berichten zwar einen geringeren CO²-Ausstoß als die Bundesrepublik, jedoch ist es im Interesse beider Staaten, dass die zukünftige industrielle Entwicklung auch nachhaltig erfolgt. Indien hat eine stark wachsende Volkswirtschaft mit einer hohen Wachstumsrate von 7,5%. Deutschland hat im Vergleich für das Jahr 2019 nur knapp 0,1%. Arbeitsplätze werden geschaffen und somit Armut bekämpft, soziale Infrastruktur kann aufgebaut werden und Indien hat die Möglichkeit, auf lange Sicht zu den führenden Industriemächten aufzusteigen. Die Infrastruktur soll zum Beispiel, im Bundesstaat Tamil Nadu, mit 500 Elektro-Bussen und dem Austausch der 2.000 alten Diesel-Busse durch neue verbessert und vor allem sauberer werden.

Wirtschaft

Zum selben Zeitpunkt tagte in Neu-Dehli die alljährliche Jahreshauptversammlung der Deutschen Auslandshandelskammer, und Angela Merkel nutzte dies, um auch eine Rede vor versammelten Wirtschaftsgrößen zu halten. Sie erwähnte dort das Beispiel der Landwirtschaft: ,,50 Prozent der Menschen sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Die Erträge sind längst noch nicht so, wie sie sein könnten. Die Verluste nach der Ernte sind groß.” Frau Merkel betonte die dramatische Lage, die keine Seltenheit in Indien ist. Für deutsche Unternehmen ist es einfach, deutsches Know-How mitzubringen, um die Entwicklung des ganzen Landes zu stärken. Auch Hilfe für die ländlichen Regionen ist dringend nötig, denn Menschen ziehen in die urbanen Ballungsräume.

Insgesamt 1.800 deutsche Unternehmen sind in Indien tätig. Sie sichern Arbeitsplätze und somit auch ein Stück weit die indische Wirtschaft. Die Bundeskanzlerin besuchte im Anschluss ein Forschungszentrum von Continental. Die Forschung über autonomes Fahren und Industrie 4.0 sind hier zentrale Themen. Continental trägt durch das Betreiben und Forschen zu solarbetriebenen Metro-Stationen in Neu-Dehli zum Klimaschutz bei.

Bildung und Kultur

Wie zu Beginn angesprochen, hat die Kanzlerin auch das Thema Bildung sowie den Kulturaustausch im Blick. Aktuell studieren rund 20.000 Inder/innen in Deutschland und gehen mit der gewonnenen Erfahrung nach Indien zurück, um ihr Land voranzubringen. Dazu sagte Frau Merkel kurz und knapp: ,,Es könnten ruhig mehr sein.” Auch die indische Kultur soll in Deutschland bekannter gemacht werden. ,,Dabei kann Deutschland noch viel lernen […]”, so die Bundeskanzlerin. Zum Beispiel arbeiten Museen aus beiden Ländern bereits heute daran, die Forschung und Restaurierung zu verbessern und sich über Erkenntnisse auszutauschen.

Fazit

Letztendlich schienen sowohl die Bundeskanzlerin als auch der indische Ministerpräsident Modi sehr zufrieden mit den erreichten Vereinbarungen, die erzielt wurden. Auch die Wirtschaft reagierte positiv.

Danke für’s Lesen und schreibt bei Fragen oder Anregungen gerne einen Kommentar. Informationen könnt ihr auch unter https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/indien-und-deutschland-vereinbaren-engere-zusammenarbeit-1687692 bekommen.

Euer Schülerzeitungs-Team

 

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