Bombenstimmung in Willich – Explosiver Fund in Anrath

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Bombenstimmung in Willich – Explosiver Fund in Anrath

Am 4. November wurde gegen 23 Uhr eine Bombenfundwarnung für Willich-Anrath herausgegeben. Wir haben unseren Bürgermeister Christian Pakusch zu den ungewöhnlichen Geschehnissen des Abends befragt.

Wir wollten wissen, wie es möglich ist, dass eine Bombe mitten in der Nacht auf dem Feld gefunden werden konnte. Er erzählt uns, dass die Bombe bereits am späten Nachmittag gegen halb 6 von Spaziergängern gefunden wurde, welche sofort das Ordnungsamt verständigten. Durch das Ordnungsamt wurde direkt der Kampfmittelräumdienst benachrichtigt, welcher zunächst aus Düsseldorf kommen musste. In der Zwischenzeit erfuhr auch unser Bürgermeister, welcher sich zu diesem Zeitpunkt erst drei Tage im Amt befand, über den Fund und hat sich nach Anrath begeben. Nach dessen Eintreffen entschieden die Experten, dass die Bombe noch am selben Abend vor Ort entschärft werden muss.

Als Bürgermeister, und damit auch Leiter des Krisenstabs, musste Christian Pakusch entscheiden, ob und wann eine Warnung für die Bombenentschärfung über NINA und ähnliches herausgegeben wird. Kurz nach Veröffentlichung der Warnung rückten dann die Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehr und Polizei aus, damit die Anwohner evakuiert werden können, ohne dass Panik ausbricht. Bei der Evakuierung werden die Meldelisten der Stadt Willich verwendet, damit sichergestellt werden kann, dass alle Einwohner in Sicherheit gebracht wurden.

Die Anwohner begaben sich in die Turnhalle der Gottfried-Kricker-Schule hier in Anrath und wurden mit Getränken versorgt. In der Halle wurden auch Matten ausgebreitet.

Das Bild zeigt den Zünder der gefundenen Bombe. Herr Pakusch hat den Zünder als Erinnerung an den Bombenfund kurz nach seinem Amtsantritt ausgehändigt bekommen und wird den Zünder in seinem Büro im Schloss ausstellen.

Die Entschärfung dauerte bis in die frühen Morgenstunden des 05. Novembers. Die endgültige Entwarnung nach der Entschärfung wurde gegen kurz vor 3 Uhr veröffentlicht. Anschließend konnten die Bewohner wieder in ihre Häuser zurück.

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